Termine vorstand projekte service clubleben links
Suchanfrage abschicken
Distrikt Aktuell

Governorbrief Mai - Einladung zur Distriktkonferenz
Zuwachs im Distrikt: 26 neue Rotarier in Mittelsachsen
Neues Zuhause für Kinder in Japan
Govenorbrief April
Rotarische Indienreise
Club Termine

23.05.2012 12:30
Vorsicht bei der Geldanlage

30.05.2012 12:30
Plaudermeeting

01.06.2012
Distriktversammlung -Einladung unseres Partnerclubs Budapest-Budavar

» zur Übersicht


Termine Aktuell

23.06.2012 - 24.06.2012
Distriktkonferenz

30.11.2012 - - 2.12.2012
„Peace without borders“

08.06.2013 - 09.06.2013
Distriktkonferenz

» zur Übersicht


Powered by WebEdition CMS
Bildillustration


Donaumessfahrt

Trennlinie

Nachrichtenbild RC Regesburg Millennium beteiligt sich mit seinem Partnerclub RC Budapest Budavar und RC Mondseeland an der zweiten gemeinsamen Donaumessfahrt (Joint Danube Survey 2)

Die Donau, mit einer Länge von 2.888 km, durchfliesst zehn europäische Länder und weist unter den Flüssen der Welt die grössten „internationalen Eigenheiten“ auf. Sie ist eine Völkerstraße, ein Träger und Vermittler der Kulturen von verschiedenen, an der Donau sesshaften Völkern. Sie ist ein Teil der historischen Identität Europas, weil die an ihren Ufern lebenden Völker die europäische Geschichte im Laufe der Zeit immer mitbestimmt haben.

Auch der historische Kontakt zwischen den Nationen hat an der Donau begonnen und sich entfaltet. Es ist von außerordentlichem Belang dass wir in Bayern, Österreich und Ungarn, die natürlichen-, wirtschaftlichen-, und kulturellen Werte der Donau zu erhalten haben.

Es ist eine moralische Aufgabe von Rotary Clubs – zusammen mit Rotary International – den Menschen, vor allem der Jugend,  die Wichtigkeit der Donau zu vermitteln und beizubringen, was sie für die Donau  tun können und müssen. Um diese Ziele mit den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu erreichen, beteiligt sich der RC Regensburg-Millennium, der RC Mondseeland und der RC Budapest-Budavár an der zweiten gemeinsamen Donaumessfahrt unter der Federführung von der IKSD.



ZWEITE GEMEINSAME DONAU-MESSFAHRT

Was ist der Joint Danube Survey 2?

Der ‚Joint Danube Survey 2’, auch kurz ‚JDS2’ genannt, ist die zweite gemeinsame Donau-Messfahrt und die weltweit größte wissenschaftliche Flussexpedition im Jahr 2007. Hauptziel von JDS2 ist die Gewinnung hochgradig vergleichbarer und gesicherter Daten über Gewässergüte und Verschmutzung der gesamten Donau und eines Großteils ihrer Nebenflüsse. Die Durchführung der Messfahrt wird vom Sekretariat der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) koordiniert.

Die drei JDS2-Schiffe gingen am 14. August 2007 vom bayerischen Regensburg aus auf große Fahrt und durchqueren auf ihrer Donaureise über eine Länge von 2.375 Kilometern zehn Länder, bis sie schließlich Ende September das Donaudelta in Rumänien erreichen.

Warum ist JDS2 so wichtig?

Die Gewässerverschmutzung ist eines der gravierendsten Probleme im Einzugsgebiet der Donau. Die Regierungen der Donaustaaten müssen fundierte Entscheidungen über ihre künftigen Schritte zur Reduzierung der Verschmutzung der Donau und zur Verbesserung ihres ökologischen Zustands treffen. Dies hilft ihnen, ihrer Verpflichtung zur Umsetzung des 1994 unterzeichneten Übereinkommens zum Schutz der Donau sowie der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) – der wohl strengsten Rechtsvorschrift im Gewässerschutz weltweit – nachzukommen. Die hohe Nährstofffracht, die organische Verschmutzung und die Schadstoffbelastung – all das sind Faktoren, die dazu führen könnten, dass die Ziele der WRRL verfehlt werden.

Als Grundlage für diese fundierten Entscheidungen benötigen die Donaustaaten qualitativ hochwertige und vergleichbare Daten und Informationen. JDS2 knüpft an die 2001 während der ersten gemeinsamen Donau-Messfahrt (JDS1) begonnene Arbeit an und ermöglicht einen Vergleich der Messergebnisse in der Zeitreihe. Der Untersuchungsumfang von JDS2 ist außerdem durch Hinzufügung neuer Parameter und Probestellen erweitert worden, und erstmals werden auch große Nebenflüsse der Donau mit einbezogen. Die gesammelten Informationen geben der IKSD darüber hinaus die Möglichkeit, eine der fortschrittlichsten flussbezogenen Datenbanken der Welt einzurichten, die beispielsweise Informationen über unzählige von der Donau abhängige Arten enthält.

JDS2-Partner und internationale Unterstützung

Alle Donaustaaten von Deutschland bis zur Ukraine – unter ihnen Mitgliedstaaten wie auch Nichtmitgliedstaaten der EU ‑ haben ihre volle Unterstützung für die Expedition zugesagt. Das internationale Vollzeitteam, das die Donau in ihrer gesamten Länge bereist, besteht aus 18 Wissenschaftlern, die aus Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn, Serbien, Rumänien und Dänemark kommen. Der Schiffskonvoi besteht aus drei Schiffen, die von verschiedenen Ländern und Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Die serbische Argus wird in erster Linie als Untersuchungs- und Laborschiff eingesetzt, während der ungarische Eisbrecher Szechsenyi als Versorgungsschiff und als Unterkunft für das Expeditionsteam dienen wird; die Piscius der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU dagegen soll fischökologische Untersuchungen durchführen. Außerdem werden nationale Forscherteams auf den Flussabschnitten in ihren jeweiligen Ländern Hilfestellung bei den Probeentnahmen und Analysen an Bord der Schiffe geben. 

Einige der konkret vorgesehenen wissenschaftlichen Untersuchungen werden bereits während der Fahrt durchgeführt; zu ihnen gehören die Untersuchung von Wasserproben im Schiffslabor der Argus und Elektrobefischungen an den Ufern der Donau. Weitere Proben werden zur Untersuchung an spezielle Labors – allesamt renommierte Spitzenlabors für bestimmte Wassergüteparameter ‑ in ganz Europa weitergeleitet. Auch Privatunternehmen wie etwa die Alcoa-Stiftung, die Dexia Kommunalkredit Bank und die Coca-Cola Hellenic Bottling Company haben umfangreiche Unterstützung geleistet. Und schließlich wollen die Kommunalbehörden und die Medien rund um die Donau das ihrige tun, um das Bewusstsein der Menschen zu schärfen und ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf die Verschmutzung des Flusses und auf die Notwendigkeit der Mitwirkung aller an der Wiederherstellung einer sauberen und gesunden Gewässerumwelt zu lenken.

Vorgesehene Reiseroute, Haltepunkte und Versuche im Rahmen von JDS2

Insgesamt sind 95 Probestellen in elf verschiedenen Ländern entlang der Donau vorgesehen. Folgende Nebenflüsse werden in die Untersuchung einbezogen: Morava, Drava, Tisa, Sava, Große Morava, Arges, Olt, Iskar, Russenski Lom, Jantra und Prut. Die Probeentnahme an den JDS2-Probestellen umfasst verschiedene Probentypen: Wasser, Sediment, Biologie, Schwebstoffe, Muscheln und Fische, die jeweils an verschiedenen Punkten (links, Mitte und rechts) des Flussquerschnitts an den Probestellen entnommen werden.

Auf ihrer Fahrt donauabwärts wird die Expedition in neun Städten haltmachen. Auf dem Besuchsprogramm stehen unter anderem eine Feier anlässlich des offiziellen Beginns der Messfahrt am 14. August in Regensburg (Deutschland) sowie öffentliche Veranstaltungen in Wien (Österreich), Bratislava (Slowakei), Budapest (Ungarn), Osijek (Kroatien), Belgrad (Serbien), Turnu Severin (Rumänien), Ruse (Bulgarien), Vilkovo (Ukraine) und Tulcea (Rumänien). 

Die Geschichte der Gewässerüberwachung im Einzugsgebiet der Donau

Die Gewässerüberwachung im Donaubecken hat eine lange Tradition. Sie begann im Jahre 1985 mit der Unterzeichnung der ‚Bukarester Deklaration’, die zur Errichtung einer ganzen Reihe von Messstellen im Einzugsgebiet der Donau führte. 1992 wurde mit dem Aufbau des Transnationalen Überwachungsmessnetzes (TNMN) für das Donaueinzugsgebiet begonnen. Das von der IKSD koordinierte Netz umfasst inzwischen über 75 Messstellen. In den letzten 25 Jahren wurden auch andere Donau-Messfahrten durchgeführt wie z. B. 1992 von der Equipe Cousteau, 1998 von der MS Burgund und 2004 anlässlich des AquaTerra Danube Survey; sie konzentrierten sich jedoch nur auf bestimmte Teilabschnitte der Donau bzw. auf eine begrenzte Zahl von Parametern. Die 2001 durchgeführte erste Gemeinsame Donau-Messfahrt (JDS1) war die erste Expedition, die sich über die gesamte Länge der Donau erstreckte und hochwertige Vergleichswerte lieferte. 

Zu welchen Ergebnissen führte JDS1?

Die 2001 im Rahmen von JDS1 ermittelten Ergebnisse waren sowohl positiv als auch negativ. Als positiv zu bewerten waren der Reichtum an biologischer Vielfalt und das Auftreten vieler seltener Arten. Zu den negativen Aspekten gehörten das bedenkliche Ausmaß der organischen und mikrobiologischen Verschmutzung sowie die übermäßige Belastung mit Schwermetallen, Öl aus dem Schiffsbetrieb, Pestiziden und Chemikalien. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit zur Förderung des ‚Donaubewusstseins’ und zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die dringende Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Verringerung der Gewässerverschmutzung. Aufmerksam verfolgt von begleitenden Journalisten und Fernsehteams, fand JDS1 auch in der Berichterstattung großer Zeitungen und in den Rundfunk- und Fernsehnachrichten rege Beachtung. An vielen Haltepunkten der Schiffe fanden öffentliche Veranstaltungen statt, auf denen in verschiedenen Beiträgen die Bemühungen auf staatlicher und kommunaler Ebene um die Reduzierung der Donauverschmutzung erläutert wurden.

Zur Homepage von JDS2

Sonntag, 15. Juli 2007/web537
Letzte Änderung: 21.02.12/web537


Seite drucken Druckansicht« zurück
Trennlinie

Login der Mitglieder

Benutzer-ID


Kennwort




Passwort vergessen?
Hier anfordern

Neu registrieren  Neu registrieren

HomeStartseite
KontaktE-Mail-Kontakt
ImpressumImpressum
HaftungHaftung
WebmasterWebmaster
henworxrealisiert durch
henworx
©Rotary Verlags GmbH