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Fränkisch – Sri-Lankische Freundschaft



Der RC Nürnberg-Sigena ist eine Clubpartnerschaft mit dem RC Colombo/Sri Lanka eingegangen. Das hierfür erforderliche „Sister-Club-Agreement“ haben Senake Amarasinghe, Präsident des RC Colombo und Carl-Otto Thorwart, als bevollmächtigter Vertreter des RC Nürnberg-Sigena, Ende April in Colombo unterzeichnet (siehe Bild).
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Der RC Colombo wurde 1929 gegründet. Er ist damit nicht nur der älteste
Club in Sri Lanka, sondern gehört weltweit zu den traditionsreichsten,
aktivsten und angesehensten Rotary Clubs. Heute hat der Club knapp 100
Mitglieder, darunter rund 20 Damen. Dem Club gehören nicht nur Vertreter
der singhalesischen Volksgruppe, sondern auch sehr viele Tamilen an. Die
Clubpartnerschaft soll über die Durchführung gemeinsamer Projekte mit
Leben erfüllt werden. Mehr dazu im Interview mit Carl-Otto Thorwart,
Past Governor Distrikt 1880 und Past Präsident RC Nürnberg-Sigena.
Frage: Wie sind Sie auf den RC Colombo als Partnerclub gestoßen? Thorwart:
Die Kontakte reichen in das Jahr 2004 zurück. Meine Frau (seinerzeit
Governor des Distrikts 1950) und ich hielten uns während des Tsunami in
Sri Lanka auf. Die sri-lankischen Rotarier sind unter maßgeblicher
Mitwirkung des RC Colombo seinerzeit sofort in einer ganzen Reihe von
Nothilfe-Projekten aktiv geworden, sodass sich die ersten Kontakte
geradezu zwangsläufig ergaben.
Frage: Was hat Sie bei Ihren Besuchen vor Ort am meisten beeindruckt? Thorwart:
Die Zielstrebigkeit, Konsequenz und Zuverlässigkeit, mit der die
dortigen Rotarier in der Zeit nach dem Tsunami Hilfsprojekte konzipiert
und abgewickelt haben. So wurden etwa auf Initiative der dortigen
Rotarier hin rund um die gesamte Insel weit über 20 Schulen wieder
aufgebaut, die durch den Tsunami schwerst beschädigt waren; von der
Architektenleistung über die Bauausführung bis hin zur Ausstattung der
Schulen und zur durch Wirtschaftsprüfer testierten Abrechnung des
Gesamtprojekts haben die Rotarier dort wirklich alles geleistet und
organisiert, was zu tun war, um ein Projekt dieser Größenordnung über
Spenden zu finanzieren und abzuwickeln. Die Resultate lassen sich unter www.rotary-srilanka.org besichtigen.
Frage: Was sind in Ihren Augen die größten Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen Clubleben und dem in Sri Lanka? Thorwart:
Wir sind im RC Colombo mit einer Herzlichkeit begrüßt worden, die
beeindruckend war. Aber man hält dort auch sehr auf Förmlichkeiten. So
wäre z.B. der Umstand, dass der Präsident eines Clubs nicht an
irgendeinem Tisch sitzt, sondern zusammen mit dem Sekretär an einem
speziellen Tisch dem Meeting im wahrsten Sinn des Wortes „präsidiert“,
für deutsche Rotarier vielleicht gewöhnungsbedürftig; ähnliches gilt für
das Absingen der Nationalhymne zu Beginn eines jeden Meetings.
Frage: Können Sie bereits konkrete Projekte benennen, die umgesetzt werden könnten? Thorwart:
Der RC Colombo organisiert derzeit ein Projekt, mit dem Micro-Kredite
insbesondere an die tamilische Bevölkerung ausgegeben werden sollen. Es
sind erste Gespräche darüber geführt worden, ob auch unser Club sich in
dieses Projekt mit einbringt. Im Übrigen sind wir noch in der
„Findungsphase“.
Bianca Bauer-Stadler |
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Donnerstag, 21. April 2011/web528
Letzte Änderung: 10.07.11/web528
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