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Bildillustration

Distriktkonferenz in Leipzig

Eine Friedensbewegung, ganz zivil

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Nachrichtenbild Die Botschaft von Rotary und rotarische Projekte des Distriktes 1880 standen im Mittelpunkt der Distriktkonferenz in Leipzig. Governor Uwe Sahlmann führte durch ein buntes und zugleich packendes Programm, das sein Distrikt zu bieten hat. Am Ende übergab er den Stab an seinen Nachfolger im Amt, Sonnhard Lungfiel.
Leipzig - Der Club stehe im Mittelpunkt des rotarischen Geschehens, hatte Weltpräsident John Kenny immer betont. Horst Heiner Hellge vom RC Hamburg-Blankenese, der in Vertretung Kennys in Leipzig sprach, erinnerte an die Anregungen, die von den Clubs ausgehen und die in diese getragen werden. Die Botschaft „Die Zukunft Rotarys liegt in Ihren Händen“ sei sehr leicht zu verstehen und vor allem keineswegs zeitgebunden.

Er wolle keine Bilanz ziehen, sondern eine kritische Rückbesinnung, erklärte Hellge, der zugleich den Dank und die Anerkennung Kennys überbrachte. Lobende Worte hatte der Vertreter des Weltpräsidenten im Gepäck. Hellge hob die Arbeit des Distrikts beim Bauen von Brücken hervor. „Rotary ist in gewisser Weise auch immer eine Friedensbewegung“, sagte er. Jeder Rotarier, jeder Rotary Club  könne im Bereich des „zivilen Friedens“ eine Menge tun. Die Aufgaben im Kampf gegen Krankheiten, Hunger oder Wasserknappheiten seien vielfältig.

So folgerte Hellge, dass die Botschaft Rotarys an vier Zielen festzumachen sei.  Zum ersten in der Friedensarbeit und Völkerverständigung, zweitens bei Service und Brückenbau, drittens an der Ethik in Handeln und Denken. Der vierte Punkt, der Gedanke der rotarischen Freundschaft als Grundlage des Tuns, bilde dazu die notwendige Klammer.

Governor Uwe Sahlmann dankte dem Redner. 66 Clubs im Distrikt mit 110 Projekten hätten sich im vergangenen Jahr eingebracht, erinnerte Sahlmann und ergänzte. „Alle rotarische Arbeit ist Friedensarbeit. Das habe ich erst durch Horst Heiner Hellge so richtig erkannt.“ Deshalb hatte er sich diesen Redner auch in Leipzig gewünscht.

Viel Beifall bekam im Anschluss Oberst Kirsch vom RC Oberstaufen-Immenstadt. Kirsch ist Vorsitzender des Bundeswehrverbandes. Sein Thema „Friedenseinsätze der Bundeswehr im Ausland“ beleuchtete die aktuelle Situation, deren politische Würdigung und öffentliche Diskussionen im Zuge von Sparprogramm und Rückzugsdebatten sehr offen und kritisch. (Rede zum Download)

Eine sehr positive Bilanz zog Michael Heckmann über die Aktion „Schule – Sprungbrett für die Zukunft“. Dieses ehrgeizige Distrikt-Projekt wurde bei der Distriktkonferenz im April 2007 aus der Taufe gehoben. Ursprünglich war es auf zwei Jahre, die Governor-Jahre 2008-2010, ausgelegt.

Inzwischen ist die Bilanz des Projektes überaus erfolgreich. In Kooperation mit 230 Schulen werden Schulprojekte gefördert. Heckmann berichtete über die verschiedensten Komponenten und Schienen, über die die Aktionen gebündelt werden. So gibt es Berufsinformation, Wirtschaftskontakte, Investitionen in Schulorganisationen, Aktionen im Bereich Gesundheit/Sport, Förderung von Kernkompetenzen wie etwa die Leseförderung, der Kreativität oder die Werteorientierung.

Die einzelnen Projekte, darauf legte Heckmann Wert, befinden sich auf der Homepage des Distriktes. Er versprach: „Es geht weiter in 2011!“

Einige sehr erfolgreiche Projekte wurden im Anschluss vorgestellt. Dieses waren die Lese-Lernförderung für Grundschüler durch den RC Leipzig-Herbst  `89. Das „Lichtensteiner Modell“ ermöglicht es Schülern, die Kulturen der Welt zu entdecken. Frd. Daetz vom RC Lichtenstein stellte dieses von der UNESCO ausgezeichnete Programm vor. Neue Wege geht der RC Nürnberg-Reichswald mit IBOS. Die intensivierte berufliche Orientierung für Schüler der Hauptschule Hummelsteiner Weg hat die Vermittlungs-Statistik nicht nur angekurbelt, sondern erfolgreich voran gebracht.

Weitere tolle Projekte stellten der RC Dresden - Blaues Wunder vor: Die Freunde sind bei einem Sozialprojekt in Rumänien aktiv. „It’s time to climb“ lautet das Motto beim RC Fürth, der ein Kletterprojekt ins Leben gerufen hat.

Dr. Dorothee Strunz vom RC Hof-Bayerisches Vogtland stellte die Aktion „Gesunde Kids“. Hier werden Bewegung und Ernährung schon im Grundschul-Alter vermittelt. Zum Abschluss gibt es einen Benefizlauf mit dem Motto „Menschen laufen für Menschen“. Hier sind auch behinderte und nicht-behinderte Kinder unter den Läufern. Die „Gesunden Kids“ wurde wie viele andere Aktionen auch durch Governor Sahlmann mit einer Urkunde bedacht.

„Unsere Rotary Clubs sind unsere Familie“ erklärten die Inbounds, die eine Liebeserklärung an den Distrikt abgaben. Alle, so wurde deutlich, haben den Aufenthalt in 1880 sehr genossen – und sie haben dabei sehr gut deutsch gelernt. Der „Kloße“ wegen haben alle auch zugenommen...

Nicht figürlich verändert, aber an Erfahrung gereift, präsentierten sich die Mitglieder des GSE-Teams. Sie erzählten von ihrem Aufenthalt in Texas – und bereicherten ihren Bericht mit tollen Bildern.

In Indien war der ehemalige Distrikt-Govenor Peter Iblher unterwegs. Das rotarische Rad dreht sich dort – und die Unterstützung von 1880 ist in vielen Schulen und Einrichtungen greifbar. Der Redner präsentierte seine Reiseeindrücke, die ebenfalls mit Fotos „angefüttert“ waren. Die Zuhörer zeigten sich beeindruckt und spendeten viel Applaus.

Bei der anschließenden Arbeitssitzung brachte der Clubaufruf manche Lücken zu Tage.  Erfreulicher waren da die Ergebnisse der Polio- und Foundationspenden. Schatzmeister Kurt Reinhardt legte den Jahresabschluss vor – und wurde daraufhin für seine gute Kassenführung entlastet. 

Vom CoL berichtete der ehemalige Governor Andreas Waggershausen.

Im Anschluss stellte sich Governor nominée Horst Simper vom RC Bayreuth vor.

Das Ende der Distriktkonferenz bildeten die Amtsübergabe an Sonnhard Lungfiel, Distriktgovernor im Jahr 2010/11. Lungfiel bekam den Staffelstab und den indischen Hut aus den Händen Sahlmanns überreicht. Auch der Neue an der Spitze des Distrikts  stellte seine Ziele vor (siehe Download). Lungfiel forderte zudem dazu auf, die Aktivitäten über die Clubgrenzen hinaus zu entwickeln.  Außerdem ist es ihm wichtig, den Frauenanteil im Distrikt zu erhöhen.

Mit den guten Wünschen für ein erfolgreiches Governor-Jahr endete die Konferenz in der Neuen Messe Leipzig. Wer noch nicht nach Hause fuhr, verbrachte den Abend in geselliger Runde bei einem gemeinsamen Abendessen auf dem Lande. In Grabehna vor den Toren Leipzigs ließ die rotarische Familie den Tag mit schönen Gesprächen in guter Stimmung bestens  ausklingen.





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