 |

Auf einen Blick
Geschichte des Distriktes 1880




Der Distrikt 1880 entstand mit dem rotarischen Jahr 1978/79 aus der Teilung des bis dahin ganz Bayern umfassenden Distriktes 184.
|
 |
Informationen zum Distrikts 1880
Mit einer Fläche von über 35.000 qkm und etwa 7,4 Millionen Einwohnern ist der Distrikt einer der großen im
deutschsprachigen Raum. Er verbindet in seiner regionalen Struktur Ost
und West innerdeutsch. Seine Vielfalt kann an den Menschen der einzelnen
Regionen, den Kulturen und Kulturdenkmalen, den großen und kleineren
Städten, der Topographie, der Wirtschaftsstruktur und sogar dem Klima
abgelesen werden.
Schnee kann bereits die windzerzausten Kämme des Erzbegirges, des Fichtelgebirges oder des Bayrischen Waldes überziehen, wenn über den Elbauen oder entlang der Donau noch eine milde spätsommerliche Sonne die Wanderer wärmt.
Im Südwesten durchzieht die Donau mit ihren Nebenflüssen Naab, Regen und Altmühl die Distriktregion, zum Beispiel das Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch steht für Bierbraukunst und bayrische Kultur seit vielen Hundert Jahren. Im Nordosten sind Elbe, Spree und Neisse die Flüsse, die unseren Distrikt nach Osten, Norden und Westen verbinden mit anderen Kulturen und Menschen. Nach wie vor bestimmen weite landwirtschaftlich genutzte Flächen den Charakter der Landschaft, so in der ostsächsischen Teichwirtschaft und gleichermaßen, aber doch deutlich unterscheidbar in der oberpfälzer und fränkischen Teichwirtschaft. Erholungsgebiete erstrecken sich im Osterzgebirge, in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, in der Dübener Heide, im Erzgebirge und bayrisch-sächsischen Vogtland, in die fränkische Schweiz, die Oberpfalz bis nach Altbayern. Zu touristischen Attraktionen ersten Ranges zählt eine lange Perlenkette historischer Städte und Orte in unserem Distrikt.
Regensburg ist in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Dresden hat diesen Titel gerade wegen einer Brücke verloren. Die Zahl der Klöster und Kirchen mit historischer Bedeutung, aber auch als Mittelpunkte christlichen Glaubenslebens in unserer Region sind unzählbar. Viele Spuren der Römer, Spuren der Sorben und Kelten, Kulturgüter von unschätzbarem Wert, aber auch Bauwerke neuerer Zeiten zwischen Regensburg und Zittau sind ebenso weltberühmt wie die Nürnberger Altstadt mit der Burg oder Regensburg mit der mehr als tausendjährigen Prägung durch Rom und Italien, Meissen mit der Porzellanmanufaktur, das restaurierte Görlitz, das Kleinod Oberviechtach oder Torgau als Endpunkt des zweiten Weltkrieges mit der Begegnung der sowjetischen und amerikanischen Armeen. Weltruhm haben die Chöre aus Regensburg, aus Leipzig und Dresden. Weinfreunde pilgern zu den nördlichsten Weinanbaugebieten Deutschlands im Oberen Elbtal; Bierfreunde genießen die Wanderfreuden bei fränkischen, oberpfälzer oder sächsischen Bierwanderungen und schmausen dabei deftige regionale Kost; Sprachinteressierte führen dabei Sprachstudien durch und stellen mit Erstaunen fest, dass mitten in unserem Distrikt eine gelungene Sprachbrücke zu bestaunen ist zwischen Bayrisch und Sächsisch, nämlich im Vogtland.
Ein dichtes Netz von Universitäten, Fachhochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen überspannt das Gebiet. Herausragende Beispiele sind Erlangen-Nürnberg und Dresden. Die Forschungslandschaft wird durch eine Fülle namhafter Institute bereichert. In 66 Clubs - dazu neue "im Werden“ - treffen sich fast 3.200 Rotarierinnen und Rotarier bei einer Gesamtbevölkerung von mehr als vier Millionen. Politisch umfasst der Distrikt das ganze Land Sachsen und – geographisch gesehen – den Nord-Ost-Teil Bayerns.
Die großen Zentren sind die beiden „Reichsfreien“ Städte Regensburg und Nürnberg, Städte wie Erlangen, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau, Plauen, Weiden, Schwandorf, Hof und Kulmbach sind dabei zugleich Bevölkerungsschwerpunkte und Anzugspunkte für mittelständische und industrielle Ansiedlungen teilweise mit Jahrhunderte alter Geschäftstradition und doch zukunftsorientiert. Die Verbindungen von traditioneller Handwerkskunst zur industriellen Fertigung, dazu die regen Fähigkeiten für den Handel zeichnen unsere Region aus. Die Glasbläser im Bayrischen/Oberpfälzer Wald, die Erzgebirgsholzschnitzkunst, das Porzellan aus der Oberpfalz und aus Meissen, der sächsische Bergbau und die traditionellen Veredelungskünste vieler Handwerker versorgen seit mehr als tausend Jahren den Handel, ob in Fürth oder in Leipzig. Natürlich gehören Messezentren wie im Raum der Nürnberger Metropolregion oder in Leipzig in das rege Wirtschaftsleben der Region. Damit sind zugleich die industriellen und wirtschaftlichen Schwerpunkte aufzeigt – von der Stahlerzeugung über die Automobilindustrie bis zur Mikroelektronik und Solartechnik. Die beiden am stärksten befahrenen Verkehrsadern, die Autobahnen A 9 und A 4, aber auch die A14, die A72 und A93, sowie die Eisenbahnlinien Berlin-Nürnberg und Dresden-Frankfurt durchqueren und verbinden zugleich die einzelnen Teilregionen unseres Distriktes.
In kurzer Form ist eine umfassende Beschreibung der dem Distrikt zugeordneten Region nur ungenügend möglich. Bleibt also die Einladung zum Besuch für Reisefreudige, die an allen Orten der Region mit einem fröhlichen und selbstbewussten rotarischen Willkommen begrüßt und aufgenommen werden.
„Enjoy Rotary!“ oder „Freude an Rotary!”, dies gilt unseren Besuchern! Wir bilden Gemeinschaft und verbinden Kontinente unter dem Zeichen des rotarischen Rades.
Verfasser: Sonnhard Lungfiel, im September 2010
|
 |
|
|
 |


|
 |
|